Inzwischen können viele Online-Interessierte von Social Networks, Web 2.0 und damit Facebook und Twitter nichts mehr als neuen Trend hören. Die Mehrheit wartet gespannt was für neue Trends das Jahr 2010 im Online-Bereich für sie bereit hält. Ein Trend der schon im letzten Jahr bekannt war und in Amerika auch schon populärer ist als momentan in Deutschland, ist das Mobile Marketing, welches wir natürlich gespannt verfolgen und für unsere Kunden auch betreuen. Dazu können Sie mehr in unseren News der vergangenen Wochen nachlesen.
Ein neuer Trend für 2010 könnte nun Gowalla sein. Diese Anwendung wird über mobile Endgeräte wie Handys ausgeführt und baut somit auf den mobilen Trend auf.
Gowalla ist ein so genannter Location Base Service der über das Handy ausgeführt wird. Am besten eigenen sich hier für das iPhone und Android-Smartphones. Es gab in der Vergangenheit schon mehrere ähnliche Anwendungen, zum Beispiel Foursquare, jedoch ist keine so erfolgreich gestartet wie Gowalla.
Bei Gowalla legt man sich ein Profil an und kann in verschiedene Orte, an denen man sich gerade befindet, „einchecken“. Dies können spezielle Orte sein, aber auch ganz alltägliche wie eine Bushaltestelle. So kann man anderen angemeldeten Freunden und Bekannten mitteilen was man aktuell macht und welche Orte man besonders gern besucht. Sind angemeldete Freunde in der Nähe erhält man eine Mitteillung und kann sich verabreden. Verschiedene Orte sind bereits angelegt falls man aber einen neuen Ort anlegen möchte besteht die Möglichkeit zu einem „Comissioner“ zu werden und neue Spots (Orte in die eingecheckt werden kann) zu verwalten.
Per GPS wird sichergestellt, dass der User der einchecken möchte sich auch wirklich an diesem Ort befindet, so dass Betrügereien ausgeschlossen sind.
Das ist die Grundfunktion, allerdings haben sich die Macher noch mehr ausgedacht um die Begeisterung und Motivation hoch zu halten. Ist man zum Beispiel gerade in München in einem Cafe eingecheckt kann man einen Gegenstand (ein so genanntes Item) fallen lassen, welches von anderen, die diesen Ort besuchen aufgeschnappt werden kann. Außerdem kann man mit Gowalla auch kleine Sightseeing Touren, zum Beispiel in New York durch den Central Park, unternehmen und bekommt bei erfolgreicher Teilnahme einen Stempel in den Gowalla Pass. Somit soll ein gewisser Konkurrenzkampf unter den Usern erzeugt werden.
Außerdem gibt es die Möglichkeit für angemeldete User Gowalla mit Facebook oder Twitter zu verbinden und somit schnell festzustellen wer von seinen Freunden schon bei Gowalla ist. Des Weiteren können so neue Aktivitäten bei Gowalla auf Twitter und Facebook gepostet werden.
Nur bestimmte Mobiltelefone
Als Nachteile von Gowalla kann genannt werden, dass die Anwendung sich nur für bestimmte und sehr hochpreisige Mobiltelefone eignet.
Doppelte Spots
Leider ist es auch möglich doppelte Spots anzulegen – man kann diese zwar melden und entfernen aber spielablauf wird doch gestört.
Gefahr der Überfüllung
Momentan gibt es noch nicht so viele Teilnehmer von Gowalla, allerdings besteht die Gefahr der Überfüllung, so dass keine Übersichtlichkeit wegen zu vielen Orten, Gegenständen und Routen gegeben ist. Eventuell sollte das Feature, dass jeder seine eigenen Orte anlegen kann rechtzeitig neu überdacht werden.
Aktiv Spaß in einer realen Umgebung
Der Unterschied zu bisherigen sozialen Netzwerken ist, dass der Online-Bereich direkt in die reale Welt übertragen wird und umgekehrt. Bei Facebook zum Beispiel werden die Bekanntschaften aus der realen Welt in den Online-Bereich übertragen aber nicht umgekehrt.
Höhere Urlaubsqualität durch „Geheimtipps“
Gerade im Urlaub kann man sich vorstellen, dass solch eine Anwendung sehr viel Spaß machen kann und Möglichkeiten eröffnet, die man sonst nur mit einem Bekannten vor Ort hätte.
Einfacheres kennenlernen und treffen von anderen Usern. Auf diesem Weg ist die Schwelle sich auch in der realen Welt zu begegnen wesentlich niedriger als bei den üblichen sozialen Netzwerken.
Alles in allem können wir gespannt sein wie sich dies weiterentwickelt und vor allem auch welche Einflüsse dies auf das Online-Marketing haben wird.